Am Samstag, 14. Oktober 2006 01:01 schrieb Stefan Berthold:
> Hej!
Oi!
> Mir leuchtet noch nicht alles ein. Der Angreifer ist im Szenario erfolg-
> reich, wenn er die Verfügbarkeit eines Servers durch verhältnismäßig
> große Auslastung merkbar reduzieren kann. Welche Idee steckt dann hinter
> dem »Portknocking«? Meinem Verständnis nach, ist sowas ein permanent zu-
> gänglicher Dienst, der deshalb prinzipiell ebenfalls durch DoS-Attacken
> bedroht ist.
Man kann aber durch die 2^16 möglichen Ports (gemäß RFC 768/793), von denen
vielleicht 2^15 auf einem Unix-System praktikabel dafür verwendbar sind, eine
Verzögerung der Belastung erreichen - und zwar statistisch gesehen dann mit
einem Faktor von ((2^15)/2)!. Sprich, damit ein Dienst die nächste Anfrage
bekommt, muss der Angreifer erstmal den für das nächste Paket gültigen Port
gefunden haben. Im Mittel muss er dafür die Hälfte aller Ports
durchprobieren, Stichwort Erwartungswert (*).
(Natürlich müssen auch Anfragen auf Ports, auf denen nichts läuft, vom Kern
behandelt werden, aber eben nur dort mit entsprechend niedriger Latenz. Wenn
man das nicht möchte, ist wie gesagt die Kooperation des Netzbetreibers
notwendig, sei es durch entsprechende Policies oder vorgeschaltete teure
Geräte.)
Josef
(*) Anmerkung an die Kryptofraktion: wir gehen von einem perfekten
Zufallsgenerator aus. Zum Zwecke einer akademischen Übung dürfen wir das mal
tun :-)