Hallo in die Runde!
Nutzt jemand das Angebot der Telekom für ein Glasfaseranschluss und das "Glasfaser Modem 2"?
Aktuell habe ich eine normale DSL. Die Verbindung wird von einem Linux-Rechner verwaltet, an dem einen DSL-MODEM (kein Router!) angeschlossen ist. Die PPPoE-Verbindung wird also vom Linux selbst gesteuert. Das habe ich gemacht, weil ich zu Hause mehrere Netze habe, die unterschiedliche Rechte ins Internet haben. Der Linux-Server dient also als Gateway und Firewall. Und, weil Asterisk über NAT eine Katastrophe ist, auch als Telefonanlage.
Alles funktioniert super mit einem DSL-Modem (Zyxel).
Nun hätte ich die Möglichkeit auf Glasfaser zu wechseln zu einem guten Preis.
Der Typ von der Telekom schwört, dass ich mein DSL-Modem mit dem "Glasfaser Modem 2" austauschen soll und weiterhin die PPPoE-Verbindung dem Linux-Server überlassen kann.
Leider in den 25 Jahren, seit dem ich Telekom-Kunde bin, habe ich oft der Fall gehabt, dass der Telekom-Fritz kein Unterschied zwischen Modem, Router, Firewall, Netz und Bierflasche kennt, daher nur das Schwören von dem Typ, dass alles so ist, wie ich es mir wünsche, reicht mir nicht...
Frage an die Gemeinschaft: nutzt schon jemand das Gerät wie ich das nutzen würde? Wenn ja, ist es tatsächlich so, dass ich das Ding wie ein DSL-Modem ansprechen kann oder muss etwas gemacht werden?
Ersatzfrage: wie ist die Stabilität der Glasfaserverbindung? Mit der DSL bin ich bisher sehr zufrieden, denn in den 20 Jahren, seitdem ich sie habe, haben wir nur 2 oder 3 "große Ausfälle" (mehr als eine Stunden).
Danke Luca Bertoncello (lucaber@lucabert.de)
Hi,
ich nutze das Glasfaser Modem 2 vor einen OpenWRT Router, was ja am Ende auch nur Linux ist.
Ja, da kommt PPPoE raus.
Du musst für das verwendete ethernet interface noch ein VLAN einrichten (mit der ID 7), dann kann dein PPPD-Service über das VLAN-Iface ganz normal über PPPoE mit dem Modem reden. Klappt ganz normal wie damals beim DSL Modem.
Glasfaser ist ultra stabil, kann mich nicht beschweren.
Grüße
Am 19.01.26 um 19:37 schrieb Luca Bertoncello:
Hallo in die Runde!
Nutzt jemand das Angebot der Telekom für ein Glasfaseranschluss und das "Glasfaser Modem 2"?
Aktuell habe ich eine normale DSL. Die Verbindung wird von einem Linux-Rechner verwaltet, an dem einen DSL-MODEM (kein Router!) angeschlossen ist. Die PPPoE-Verbindung wird also vom Linux selbst gesteuert. Das habe ich gemacht, weil ich zu Hause mehrere Netze habe, die unterschiedliche Rechte ins Internet haben. Der Linux-Server dient also als Gateway und Firewall. Und, weil Asterisk über NAT eine Katastrophe ist, auch als Telefonanlage.
Alles funktioniert super mit einem DSL-Modem (Zyxel).
Nun hätte ich die Möglichkeit auf Glasfaser zu wechseln zu einem guten Preis.
Der Typ von der Telekom schwört, dass ich mein DSL-Modem mit dem "Glasfaser Modem 2" austauschen soll und weiterhin die PPPoE-Verbindung dem Linux-Server überlassen kann.
Leider in den 25 Jahren, seit dem ich Telekom-Kunde bin, habe ich oft der Fall gehabt, dass der Telekom-Fritz kein Unterschied zwischen Modem, Router, Firewall, Netz und Bierflasche kennt, daher nur das Schwören von dem Typ, dass alles so ist, wie ich es mir wünsche, reicht mir nicht...
Frage an die Gemeinschaft: nutzt schon jemand das Gerät wie ich das nutzen würde? Wenn ja, ist es tatsächlich so, dass ich das Ding wie ein DSL-Modem ansprechen kann oder muss etwas gemacht werden?
Ersatzfrage: wie ist die Stabilität der Glasfaserverbindung? Mit der DSL bin ich bisher sehr zufrieden, denn in den 20 Jahren, seitdem ich sie habe, haben wir nur 2 oder 3 "große Ausfälle" (mehr als eine Stunden).
Danke Luca Bertoncello (lucaber@lucabert.de)
Am 19.01.2026 22:24, schrieb Bernhard Hering:
Moin Bernhard
ich nutze das Glasfaser Modem 2 vor einen OpenWRT Router, was ja am Ende auch nur Linux ist.
Ja, ich kenne OpenWRT, das habe ich bis vor ein paar Monaten bei mir für das WLAN benutzt...
Ja, da kommt PPPoE raus.
Super, danke!
Du musst für das verwendete ethernet interface noch ein VLAN einrichten (mit der ID 7), dann kann dein PPPD-Service über das VLAN-Iface ganz normal über PPPoE mit dem Modem reden. Klappt ganz normal wie damals beim DSL Modem.
Das habe ich schon jetzt gemacht. Auf dem Switch und auf dem Gateway ist ein VLAN mit ID 7 definiert und aktuell läuft die PPPoE-Verbindung auf dem Linux-Server über VLAN7... Also, tatsächlich keine Änderung an der Konfiguration... Gut, danke!
Glasfaser ist ultra stabil, kann mich nicht beschweren.
Und das ist auch gut zu wissen.
Tausend Dank Luca Bertoncello (lucabert@lucabert.de)
Hi Luca,
ich habe Glasfaser der Telekom seit mehreren Jahren und bin damit sehr zufrieden. (Dresden Strehlen, von Modem direkt auf Glasfaser!) Am Anfang hat es etwas gedauert, die ganzen Telekom-Addons abzubestellen. Ich glaube in 5 (?) Jahren einmal einen angekündigten, kurzen Ausfall gehabt zu haben. Die Übertragung läuft immer mit den bestellten Datenraten.
Was über die Leitung kommt, kann ich nicht sagen, an der Faser hängt ein Ding mit Ethernetstecker, das in einen dafür vorgesehenen Ethernet-Anschluss der Fitzbox (7490) geht. Wird wohl PPPoE sein. Ich bekomme eine (wahrscheinlich richtige)- IPv4 Adresse, und IPv6-Adressen, wovon eine wohl das PPPoE beschreibt und eine andere ein /64-Netz. Allerdings habe ich es nicht hinbekommen, die Fritzbox so zu konfigurieren, dass das IPv6-Netz stabil und mittelfristig für die lokalen Rechner arbeitet, sprich über IPv6 die gewünschten Rechner/Ports von außen direkt zugreibfar sind.
Wenn Du durch bist, gib mal Report, was da so alles nötig wurde. Viel Erfolg!
Bernhard
Am 21.01.2026 09:26, schrieb Bernhard Schiffner:
Hallo Bernhard,
Was über die Leitung kommt, kann ich nicht sagen, an der Faser hängt ein Ding mit Ethernetstecker, das in einen dafür vorgesehenen Ethernet-Anschluss der Fitzbox (7490) geht. Wird wohl PPPoE sein.
OK, d.h. ich verbinde das Modem mit meiner Linux-Box und nutze weiter PPPoE...
Ich bekomme eine (wahrscheinlich richtige)- IPv4 Adresse, und IPv6-Adressen, wovon eine wohl das PPPoE beschreibt und eine andere ein /64-Netz.
Wenn du kein Business-Anschluss hast, sind die IPv4-Adresse und IPv6-Netze dynamisch...
Allerdings habe ich es nicht hinbekommen, die Fritzbox so zu konfigurieren, dass das IPv6-Netz stabil und mittelfristig für die lokalen Rechner arbeitet, sprich über IPv6 die gewünschten Rechner/Ports von außen direkt zugreibfar sind.
OK, das ist ein Problem mit der Fritzbox... Ich nehme an, das Problem hattest du auch mit dem Kupfer, nicht wahr?
Wenn Du durch bist, gib mal Report, was da so alles nötig wurde.
Das werde ich machen!
Grüße Luca Bertoncello (lucabert@lucabert.de)
Am Mittwoch, 21. Januar 2026, 09:56:39 Mitteleuropäische Normalzeit schrieb Luca Bertoncello:
Am 21.01.2026 09:26, schrieb Bernhard Schiffner:
Hallo Bernhard,
...
Wenn du kein Business-Anschluss hast, sind die IPv4-Adresse und IPv6-Netze dynamisch...
Definitiv, aber die könnten m.M. "mittelfristig" (d.h. ein paar Tage sein). Jedenfalls gibt es da Lease-Times (aktuell), die bei weitem unterhalb des Maximalwertes liegen. Ich schaffe es u.a. nicht, eine IPv6-Adresse mit einer maximalen Lease-Time zu erhalten. (Es ist mir klar, kleine Lease-Time heißt nicht zwingend sofort neue Adresse.) Irgendwie hängt sich da die Fritzbox "unglücklich" dazwischen.
Wenn ich am lokalen Rechner die Netzkonfiguration der Schnittstelle so statisch wie möglich mache und auch das "DHCP" mit der maximalen Lease-Time anfrage, bekomme ich von der Fritzbox nur im Ausnahmefall was aus dem Telekom /64 Bereich durch und auch das nur mit kleinen Lease-Times. Irgendwann wird das Lease erneuert, und dann kommt als Adresse wieder irgendwas, was sich die Fritzbox ausdenkt und (vielleicht per NAT6) bedient. Jedenfalls zu konfus, um mit dyndns was sinnvolles anzufangen. Ich hab's aufgegeben.
Deshalb habe ich Interesse an Deinem PPPoE Versuch. Ich muss bloß sehen, wie sich das mit der DECT-Telefonie dann tut (wird eh kaum genutzt, wäre verzichtbar).
OK, das ist ein Problem mit der Fritzbox... Ich nehme an, das Problem hattest du auch mit dem Kupfer, nicht wahr?
Ich hatte nie Kupfer (DSL), sondern nur Modem (Telefon analog) und da war an IPv6 nicht zu denken.
Grüße! Bernhard
Am 21.01.2026 10:33, schrieb Bernhard Schiffner:
Wenn ich am lokalen Rechner die Netzkonfiguration der Schnittstelle so statisch wie möglich mache und auch das "DHCP" mit der maximalen Lease-Time anfrage, bekomme ich von der Fritzbox nur im Ausnahmefall was aus dem Telekom /64 Bereich durch und auch das nur mit kleinen Lease-Times. Irgendwann wird das Lease erneuert, und dann kommt als Adresse wieder irgendwas, was sich die Fritzbox ausdenkt und (vielleicht per NAT6) bedient. Jedenfalls zu konfus, um mit dyndns was sinnvolles anzufangen. Ich hab's aufgegeben.
Ich glaube, das Problem hier ist die Fritbox...
Deshalb habe ich Interesse an Deinem PPPoE Versuch. Ich muss bloß sehen, wie sich das mit der DECT-Telefonie dann tut (wird eh kaum genutzt, wäre verzichtbar).
DECT kannst du dann gleich vergessen... An meiner Linuxbox, außer die Verbindung von PPPoE, habe ich deswegen Asterisk installiert und die Telefone mit VoIP-Telefone ersetzt. Alles läuft super. Aber DECT macht die Fritzbox, also macht die "Konvertierung VoIP -> DECT". Entweder schaffst du ein DECT-Gerät, das du an Asterisk verbindest, oder verzichtest du auf die DECT-Telefone und wechselst zu VoIP-Telefone, oder bleibst du bei der Fritzbox... Andere Lösungen sehe ich nicht...
Grüße Luca Bertoncello (lucabert@lucabert.de)
lug-dd@mailman.schlittermann.de